Arminia-Trainer Krämer fordert Widerstand

Profis hatten gegen Darmstadt "Pudding in den Beinen"

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mehr Widerstand - © Arminia
Arminia-Trainer Krämer fordert
mehr Widerstand | © Arminia

Bielefeld. Samir Arabi diskutierte am Dienstagmorgen gestenreich mit Stefan Krämer und Michael Bauer. Das 0:0 gegen Darmstadt 98 und dabei viel mehr noch die schwache spielerische Vorstellung der Mannschaft beschäftigten den Sportlichen Leiter und die Trainer erwartungsgemäß noch einige Tage nach dem Abpfiff. Die Tatsache, dass "auch Spieler, die Interesse in der 2. Liga geweckt haben, nicht ihre gewohnte Leistung bringen konnten, müssen wir hinterfragen", nimmt Samir Arabi sich und die übrigen Verantwortlichen in die Pflicht.

Mit Selbstkritik hatten die Akteure unmittelbar nach ihrem mit Pfiffen begleiteten Auftritt am Samstag nicht gespart. Mit Erklärungen taten sie sich dagegen sehr schwer. Dabei ließe sich die "teilweise unterirdische Leistung" (Stefan Krämer) auf wesentliche Ursachen reduzieren: Ein Gegner im Aufwind, der aggressiv attackierte, Führungsspieler, die ihre Form suchten, aber nicht fanden, dazu andere, die sich dadurch verunsichern und anstecken ließen. Resultat war ein Team, das mutlos agierte und in dem der ballführende Spieler mangels Anspielstationen der ärmste Mensch auf dem Platz war.

Coach Krämer glaubt weiterhin fest an die Stärke seiner Mannschaft - © Arminia
Coach Krämer glaubt weiterhin fest an die Stärke seiner Mannschaft | © Arminia

"Das ist natürlich nicht das, was wir wollen. Die Jungs hatten Pudding in den Beinen. Wir haben schlecht gespielt, da gibt es keine Diskussion", sagt Krämer. Der DSC-Coach ist weit davon entfernt, die Vorstellung gegen Darmstadt in irgendeiner Weise schönreden zu wollen. Für ihn ist sie ohnehin nur "ein Teil der Wahrheit". Krämer möchte nicht, "dass die Dinge aus der Relation gerissen werden".

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"Dieses O:O ist kein Drama"

Dabei verweist Krämer darauf, was die Mannschaft in dieser Saison und speziell in diesem Jahr bereits geleistet hat: "Wir sind in 2013 weiter ungeschlagen und haben viele gute Spieltage hinter uns. Außerdem stehen wir auf einem direkten Aufstiegsplatz. Das hätte uns mal vor der Saison jemand sagen sollen."

Vor dem Spiel in Rostock versucht Krämer, seinen Schützlingen Selbstvertrauen und den Glauben an die eigene Stärke wieder zu geben. Dabei geht er mit gutem Beispiel voran. "Dieses 0:0 ist für mich kein Drama. Ich bin nach wie vor hundertprozentig von der Mannschaft überzeugt. Davon bringt mich niemand ab. Wir setzen den Zug wieder aufs Gleis", sagt der Arminen-Trainer im Brustton der Überzeugung.

In die Spur zurückfinden sollen die Arminen, indem sie nur das nächste Spiel fokussieren. "Wir müssen wieder als Gruppe auftreten, Widerstand leisten und mit breiter Brust auftreten", fordert Krämer eine Rückkehr zur "Pokal-Mentalität".

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