Arminia Bielefeld bekennt sich klar zu Ostwestfalen und ist auf der Suche nach Städtepartnerschaften. - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Arminia Bielefeld bekennt sich klar zu Ostwestfalen und ist auf der Suche nach Städtepartnerschaften. | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Bielefeld Arminia sucht Partnerstädte in der Region - Oerlinghausen interessiert

Mitarbeiter ziehen durch 30 Städte in OWL / Es soll kein Geld fließen

Bielefeld (gri/sb). Der Fußballclub DSC Arminia Bielefeld will sich fest in der Region verankern. Derzeit ziehen zwei Mitarbeiter des Drittligisten durch die Städte OWLs auf der Suche nach Städtepartnerschaften.

"Wir sind Ostwestfalen" heißt das Konzept. "Und natürlich Lippe", schob Finn Holsing bei einem Besuch im Oerlinghauser Rathaus sofort nach. Holsing (29) spielte für die Reservemannschaft des Clubs und beendete seine Karriere nach zwei Verletzungen. Nun arbeitet er im DSC-Marketing. An diesem Abend war er zu Gast im Sportausschuss der Stadt Oerlinghausen und hielt einen Vortrag über die Vorteile, Partner des DSC Arminia Bielefeld zu werden.

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"Die ganze Stadt soll miteinbezogen werden." Die Idee dahinter: "Wir wollen die Vergangenheit abhaken und Sympathien zurückgewinnen", sagte Holsing. Sportlicher Abstieg, Schulden und Querelen im Vorstand. Die vergangenen Jahre seien für die Fans nicht einfach gewesen.

Klares Bekenntnis zur Region

Der Slogan "Wir sind Ostwestfalen" sei als klares Bekenntnis des Clubs zur Region zu verstehen, gab der Arminia-Vertreter zu verstehen. Rund 30 Städte klappern Holsing und sein Kollege Thilo Versick derzeit auf der Suche nach Partnern ab, Oerlinghausen ist in Lippe die erste. Interesse hat laut Holsing aber auch Lemgo signalisiert.

Ein Vertreter des Sportausschusses sei bei einem Info-Tag in Bielefeld gewesen, bestätigte Lemgos Sportreferent Philip Pauge auf Anfrage der LZ. Er berichtete, dass Gespräche zwischen Arminia und der Stadtverwaltung zu einer möglichen Partnerschaft geführt werden sollen: "Es gibt einen entsprechenden Antrag von CDU und SPD dazu." Einen Schritt weiter sind da schon zwölf Städte, die bereits Interesse an einer Kooperation geäußert haben.

"Es soll kein Geld fließen", betonte Holsing im Oerlinghauser Sportausschuss. Die Stadt müsse lediglich eine Absichtserklärung unterzeichnen und einen Botschafter als Ansprechpartner benennen. Der könne aus dem Sport oder der Verwaltung stammen, sollte aber eine "Arminia-Affinität" mitbringen, ergänzte er. Und fügte hinzu, dass der DSC keinesfalls die "jungen Fußballtalente aus Oerlinghausen abgrasen" wolle. Die Mitglieder des Sportausschusses überzeugte der Vortrag. Dem Abschluss der Kooperationsvereinbarung stimmten am Ende fast alle Mitglieder zu.

Was Arminia den Partnerstädten bietet

Der DSC bietet an, bei Veranstaltungen Vereinsvertreter als Gäste oder Gastredner zu schicken. Für besondere Anlässe wie Sportlerehrungen will der Verein Freikarten als Präsente zur Verfügung stellen. Bei Anfragen zu Freundschaftsspielen werden die Partnerstädte bevorzugt behandelt. Jugendliche der örtlichen Vereine können als so genannte Einlaufkinder Hand in Hand mit den Profis den Rasen in der Schüco-Arena betreten.

Für karitative Zwecke stellt der DSC zudem Trikots oder andere Devotionalien zur Verfügung - zum Beispiel bei Versteigerungen. Die Partnerstadt soll sich in den DSC-Medien präsentieren können. Zudem soll ein Schildermast auf dem Stadiongelände entstehen, der auf alle Partnerstädte hinweist. Im Gegenzug erwartet der Club aber auch Präsenz in der Partnerstadt - zum Beispiel durch das Anbringen des DSC-Emblems, Marketingstände bei Festen oder Ticketverkauf für die Heimspiele des Drittligisten.

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